Mehr Effizienz im Team durch smartere Arbeitsabläufe

Die wichtigsten Informationen in Kürze
- Ineffiziente Aufgabenabfolgen und manuelle Arbeitsprozesse führen zu unnötigen Wegen. Diese können 23 bis 30 % der gesamten Arbeitszeit beanspruchen.
- Die Echtzeit-Orchestrierung von Aufgaben reduziert unnötige Bewegungen, steigert den Durchsatz und ermöglicht schnellere Entscheidungen innerhalb der Schicht.
- Die Effizienz der Belegschaft verbessert sich, wenn Arbeit über Mitarbeitende, Bestände und Automatisierung hinweg koordiniert wird.
Viele Verantwortliche in Lagern gehen davon aus, dass Produktivitätslücken vor allem auf die Verfügbarkeit oder Leistung der Mitarbeitenden zurückzuführen sind. Tatsächlich geht jedoch ein großer Teil des Arbeitstags an anderer Stelle verloren.
In einem typischen manuell betriebenen Kommissionierprozess:
- Die Kommissionierung macht etwa 55 % der Betriebskosten eines Lagers aus.
- Mehr als die Hälfte der Kommissionierzeit entfällt auf Wege zwischen den einzelnen Aufgaben.
- Allein die Wege können bis zu 55 % der Kommissionieraktivitäten beanspruchen.
Das bedeutet: Ein erheblicher Teil der Schicht wird mit Gehen verbracht, nicht mit produktiver Arbeit.
Das ist kein Personalproblem. Es ist ein Problem des Arbeitsflusses.
Wenn Arbeit nicht gezielt durch einen Betrieb fließt, verbringen Mitarbeitende viel Zeit mit Suchen, Warten und dem Überqueren der Arbeitsfläche, anstatt Aufträge zu kommissionieren. Diese Ineffizienzen bleiben im täglichen Betrieb oft unbemerkt. Sie summieren sich jedoch schnell, verringern den Durchsatz, erhöhen die Ermüdung und belasten Sicherheit und Mitarbeiterbindung.
Bei der Effizienz der Belegschaft geht es nicht darum, dass Menschen härter arbeiten. Entscheidend ist, wie die Arbeit mit Mitarbeitenden, Systemen und Automatisierung orchestriert wird. So lässt sich weniger Zeit für Bewegung und mehr Zeit für die eigentliche Arbeit nutzen.
Traditionell verbesserten Industrial Engineers und Systeme für das Personalmanagement die Leistung, indem sie Aufgabenzeiten erfassten und Standards festlegten. Der nächste Schritt ist heute die Echtzeit-Orchestrierung. Dabei werden Aufgaben dynamisch auf Grundlage der aktuellen Bedingungen sequenziert.
Dennoch verlieren viele Betriebe weiterhin Zeit durch unnötige Wege. Selbst bei vorhandener Automatisierung können Mitarbeitende beispielsweise 10 Kilometer oder mehr pro Schicht zurücklegen. Das trägt zu Ermüdung, Fehlern und einem geringeren Durchsatz bei. Diese Ineffizienzen beeinträchtigen Produktivität, Sicherheit und Mitarbeiterbindung.
Die folgende Infografik zeigt, wie Zeitverluste durch Wege zu einer wirtschaftlich relevanten Herausforderung werden.
Die hohen Kosten unnötiger Wege
Jeder zusätzliche Schritt eines Mitarbeitenden kann auf einen möglichen Schwachpunkt in der Gestaltung des Arbeitsprozesses hinweisen. Trotz Investitionen in Automatisierung bleiben Wege häufig ein anhaltender Faktor für Produktivitätsverluste.
Wege beanspruchen fast ein Drittel der Arbeitszeit bei Kommissioniertätigkeiten.
- Gegen Ende der Schicht nimmt die Ermüdung zu. Dadurch steigt das Risiko für Fehler und Nacharbeit.
- Ineffiziente Abläufe führen zu höherem Energieverbrauch, zusätzlichem Handling von Artikeln und steigenden Betriebskosten.
Schon eine moderate Verringerung der Wegstrecken kann den Durchsatz und die verfügbare Arbeitszeit deutlich erhöhen.
Bei Radial Europe, einem führenden Anbieter von Lösungen für die B2C-E-Commerce-Fulfillment, veränderte die Beseitigung langer Laufwege die Leistung grundlegend.
- Kommissionierprozesse, die zuvor bis zu zwei Stunden dauerten, wurden auf wenige Minuten reduziert.
- Die Kommissionierleistung stieg um das Vierfache, während sich die Leistung beim Verpacken um den Faktor 1,5 verbesserte.
- Die Fehlerquote sank, gleichzeitig verbesserten sich Ergonomie und Sicherheit.
Das sind keine schrittweisen Verbesserungen im kleinen Maßstab. Sie sind das Ergebnis einer Neugestaltung der Arbeitsabläufe innerhalb des Betriebs.
Zentrale Handlungsfelder
Die Effizienz der Belegschaft zu steigern beginnt mit der Gestaltung der Arbeitsbewegungen und nicht nur damit, wie Mitarbeitende einzelne Aufgaben ausführen.
1. Arbeit in Echtzeit sichtbar machen
Nicht miteinander verbundene Systeme verursachen Verzögerungen. Software wie das Dematic Command Center schafft einen Live-Überblick über Engpässe und Ungleichgewichte im Arbeitsfluss. So können Betreiber eingreifen, während die Arbeit läuft.
2. Arbeit um Menschen herum gestalten, nicht um Laufwege
Bei Radial wurden lange Kommissionierwege von bis zu 2 Kilometern durch ein auf den Arbeitsfluss ausgerichtetes Konzept ersetzt. Die Aufträge werden nun zu den Kommissionierarbeitsplätzen gebracht. Dadurch verringern sich die Bewegungen, während Produktivität, Genauigkeit und Sicherheit steigen.
3. Arbeit dynamisch sequenzieren und steuern
Software für Warehouse Execution koordiniert Bestände, Mitarbeitende und Automatisierung in Echtzeit. Aufgaben werden gebündelt und unnötige Wege reduziert, sobald sich die Bedingungen verändern.
4. Betriebliches Know-how anwenden, nicht nur Technologie
Bei Sela Logistics, einem führenden 3PL-Anbieter in Israel, unterstützte die Einführung eines Goods-to-Person-Systems dabei:
- eine Kommissioniergenauigkeit von 99,5 % zu erreichen;
- Spitzenvolumen ohne zusätzliches Zeitarbeitspersonal zu bewältigen;
- die Aufträge innerhalb einer einzigen sechsstündigen Schicht für den Versand bereitzustellen.
Diese Ergebnisse entstehen nicht durch Automatisierung allein. Entscheidend ist, wie das System die Arbeit orchestriert.
Belastungen reduzieren
Bessere Leistung entsteht durch einen besseren Arbeitsfluss, nicht durch größere Anstrengung.
Wenn unnötige Wege reduziert werden:
- verbringen Mitarbeitende mehr Zeit mit produktiver Arbeit;
- konzentrieren sich Führungskräfte auf die Optimierung des Arbeitsflusses, statt auf Verzögerungen zu reagieren;
- werden Abläufe sicherer, konsistenter und leichter skalierbar.
Die Aufgabe eines Automatisierungspartners besteht darin, betriebliches Know-how in Systeme zu übersetzen, in denen Arbeit natürlich fließt und Leistung daraus entsteht.
Bei Dematic beginnen wir damit, Ihr Unternehmen heute und Ihre Strategien für die Zukunft zu verstehen. Anschließend entwickeln wir Lösungen, die Automatisierung, Software und Echtzeitentscheidungen miteinander verbinden. So reduzieren wir Belastungen, steigern den Output und unterstützen eine langfristig stabile Personalstruktur.
Das Ergebnis: zuverlässige und leistungsstarke Abläufe, die für heutige und zukünftige Arbeitsprozesse ausgelegt sind.
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