Optimierung Ihrer Systeme zur Maximierung des Return on Investment

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Die wichtigsten Informationen in Kürze

  • Geplante Software-Upgrades minimieren Ausfallzeiten und halten kritische Systeme zuverlässig am Laufen.
  • Eine schrittweise Modernisierung ermöglicht es, den Betrieb aufrechtzuerhalten, während veraltete Systeme ersetzt werden.
  • Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Ingenieuren reduziert das Risiko und sorgt für langfristige Systemstabilität.

Die Herausforderung der Modernisierung veralteter Lagersysteme

Automatisierung, die vor Jahrzehnten installiert wurde, treibt nach wie vor Lagerhäuser auf der ganzen Welt an. Einige dieser Systeme laufen noch auf Fortran oder C, während andere von frühen Warehouse-Management-Plattformen abhängen, die schlichtweg in die Jahre gekommen sind. Ob die Software nun 20 Jahre alt ist oder gerade erst ihr Alter zeigt – das nächste Upgrade muss die Leistung verbessern, ohne die Produktion zu verlangsamen.

Das ist nicht immer einfach. Da die meisten Lagersysteme rund um die Uhr laufen, können selbst kurze Unterbrechungen den Auftragsfluss, die Arbeitsabläufe und die Kundenverpflichtungen beeinträchtigen. Ein aufgeschobener Ansatz für Upgrades und Anpassungen kann zwar kurzfristige Störungen vermeiden, doch er kann später zu deutlich größeren Problemen führen – nämlich dann, wenn veraltete Systeme endgültig an ihre Grenzen stoßen.

Nicht alle Upgrades sind gleich komplex. Technische Upgrades – wie das Aktualisieren des Betriebssystems, der Datenbank oder der Java-Version – sind relativ routinemäßig und helfen, Anwendungen auf moderner, sicherer Infrastruktur am Laufen zu halten. Plattform-Migrationen hingegen sind deutlich umfangreicher. Sie erfordern, dass Geschäftsprozesse in einem neuen System neu aufgebaut werden, um aktuelle Betriebs- und Sicherheitsanforderungen zu unterstützen.

Auch veränderte Geschäftsprozesse können die operative Leistungsfähigkeit einschränken. Neue Geräte hinzuzufügen, Cloud-Systeme anzubinden oder Echtzeitdaten standortübergreifend zu teilen, wird jedes Jahr schwieriger. Der Code, die Hardware und die Dokumentation, die einst perfekt zusammenpassten, beginnen zu veralten. Wenn das passiert, dauern selbst kleine Korrekturen länger und bergen höhere Risiken.

Sicherheit ist ebenfalls zu einem wachsenden Thema geworden, wenn Unternehmen ihre Legacy-Plattformen überprüfen. „Viele ältere Anwendungen haben die heutigen Sicherheitsstandards nie berücksichtigt“, sagt Stefan Loegl, Dematic Software Modernization Manager. „Sobald wir ein Upgrade-Projekt starten, kommen unweigerlich Fragen zu Authentifizierung, Schnittstellen und Datenschutz auf.“

Dematic Lifecycle Solutions & Service unterstützt Unternehmen dabei, ihre Systeme ohne Betriebsunterbrechung zu modernisieren. Durch die Bewertung der aktuellen Systeme, die Behebung von Kompatibilitätsproblemen und die Entwicklung gestufter Upgrades arbeitet das Expertenteam von Dematic mit Unternehmen zusammen, um Risiken zu reduzieren und die Lebensdauer ihrer Anlagen zu verlängern. Die Systeme arbeiten effizienter und sind leichter zu warten, zu ändern und zu erweitern.

Man kann das Unvermeidliche nicht vermeiden.

Unternehmen verschieben Software-Upgrades aus unterschiedlichen Gründen. Angst vor Ausfallzeiten, Kosten und Komplexität stehen ganz oben auf der Liste. Die meisten Betriebe laufen zudem an ihrer Kapazitätsgrenze und haben keinerlei Spielraum für Stillstand – was das Warten auf ein Upgrade langfristig sogar teurer macht. Veraltete Software führt zu Sicherheitslücken, passt nicht mehr zu den tatsächlichen Geschäftsanforderungen und hängt oft von einer schrumpfenden Gruppe von Ingenieuren ab, die sie noch warten können. Mit der Zeit steigen die Wartungskosten, und der Herstellersupport endet schließlich.

Dematic Lifecycle Solutions & Services hilft Unternehmen, mit Upgrades voranzukommen, die geplant, getestet und verifiziert werden, bevor auch nur eine einzige Codezeile im produktiven Betrieb geändert wird. Durch den Einsatz von Emulation und gestufter Implementierung modernisiert Dematic kritische Systeme, während der Betrieb unverändert weiterläuft.

Upgrades erhalten dabei auch bestehende Schnittstellen zwischen Hostsystemen und Steuerungsebenen, sodass die Abläufe ohne Neugestaltung der etablierten Verbindungen fortgeführt werden können. Diese Schnittstellen intakt zu halten, trägt dazu bei, Risiken zu minimieren, noch bevor das Testen in der virtuellen Umgebung beginnt. „Upgrades sind unvermeidlich, aber sie müssen die Produktion nicht stoppen“, sagt Loegl. „Indem wir jeden Prozess und sogar einen vollständigen Tagesdurchlauf zuerst in einer virtuellen Umgebung testen, können wir die Tests vor Ort minimieren und die Ausfallzeit auf ein absolutes Minimum reduzieren.“

Ein schrittweiser Ansatz

Mit einem gestuften Ansatz führt selbst das größte Modernisierungsprojekt zu einer stabilen Zukunft. Ein Beispiel dafür ist ein österreichischer Hardwarelieferant für Profikunden, der einen der komplexesten Logistikstandorte Europas betreibt. Im Laufe der Jahre wuchs die Anlage Stück für Stück zu einem gigantischen, automatisierten Netzwerk aus Förderern, Palettenkranen und Sortern heran.

Dematic implementierte die Automatisierung an diesem Standort erstmals Mitte der 1980er-Jahre, und der Betrieb lief weiterhin zuverlässig, während das Unternehmen wuchs. Bis 2024 jedoch hatte die ursprüngliche Software das Ende ihres Supportzyklus erreicht. Die operative Komplexität war gestiegen: Mehr als 20 speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS/PLCs) verwalteten kilometerlange Förderstrecken und Hochregallagertechnik und verarbeiteten rund 250.000 Nachrichten pro Stunde.

Die Aktualisierung des Software-Stacks war der nächste logische Schritt, um langfristige Zuverlässigkeit und die Unterstützung neuer Technologien sicherzustellen. Dematic Lifecycle Solutions & Services ging das Upgrade über eine dreiphasige Migration an, die den Betrieb währenddessen auf voller Kapazität hielt. Jede Phase konzentrierte sich auf einen klar abgegrenzten Teil des Systems, um Risiken zu reduzieren und Stabilität zu gewährleisten:

  • Phase 1: Austausch der einfachsten externen Geräte und Aktualisierung der Schnittstelle zum Hostsystem des Kunden, um eine stabile Basis für zukünftige Upgrades zu schaffen.
  • Phase 2: Aktualisierung der Palettenhandhabungsprozesse, um eine reibungslose Integration mit der bestehenden Steuerung zu gewährleisten und laufende Abläufe möglichst wenig zu stören.
  • Phase 3: Modernisierung des Behälterfördernetzwerks, Optimierung des Routings und Implementierung eines dynamischen Routing-Algorithmus, der es Behältern ermöglicht, bei Blockaden automatisch umzuleiten.

Dieser gestufte Ansatz minimierte Risiken, verhinderte Ausfallzeiten und fügte gleichzeitig neue Funktionen hinzu. „Durch Upgrades in mehreren Etappen konnten wir den Betrieb stabil halten, Risiken reduzieren und neue Funktionen hinzufügen, die messbaren geschäftlichen Nutzen brachten“, sagt Loegl. „Es war weit mehr als nur ein Software-Refresh.“ Sämtliche Funktionen und die Gesamtleistung wurden vor der Vor-Ort-Testphase in einer virtuellen Umgebung validiert.

Das Projekt zeigte, dass selbst die komplexeste, jahrzehntealte Software modernisiert werden kann, ohne die Produktion zu stoppen. Der gestufte Ansatz hielt den Betrieb am Laufen, während jedes zentrale System erneuert wurde. Heute läuft die Anlage schneller, verarbeitet mehr Volumen und bietet eine stabile Grundlage für zukünftiges Wachstum.

Zukunftsfähigkeit beginnt hier

Je länger ein System veraltet, desto schwieriger und teurer wird es, es wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Software-Upgrades dienen nicht nur dazu, alte Systeme am Laufen zu halten. Sie schaffen die notwendige Flexibilität und Skalierbarkeit für langfristige Leistungsfähigkeit.

„Modernisierung ist immer kostengünstiger, als ein System nach einem Ausfall zu reparieren“, sagt Loegl. „Software- und Sicherheitsstandards ändern sich schnell, und Unternehmen können das Risiko, ohne Updates zu arbeiten, nicht tragen.“

Dematic Lifecycle Solutions & Services begleitet Unternehmen bei jedem Schritt – von der Bewertung bis zur Umsetzung – mit erprobten Methoden. Mit dem richtigen Partner werden Software-Upgrades von einer potenziellen Störung zu einem integralen Bestandteil eines intelligenteren und widerstandsfähigeren Betriebs.

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